Boris Johnson nennt Bitcoin ein "riesiges Ponzi-Schema" - Michael Saylor antwortet
— By Tony Rabbit in News

Boris Johnson nannte Bitcoin ein "riesiges Ponzi-Schema" in einer Kolumne der Daily Mail. Michael Saylor antwortete und erklärte, warum Bitcoin keinen Emittenten, keinen Promoter und keine garantierten Renditen hat. Die X Community Notes überprüften auch die Behauptungen von Johnson.
Ehemaliger britischer Premierminister löst Crypto-Reaktion aus
Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson veröffentlichte eine Kolumne im Daily Mail, in der er Bitcoin als "gigantisches Ponzi-Schema" bezeichnete, was eine Welle von Reaktionen aus der Krypto-Community auslöste. Die schärfste Erwiderung kam von Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy (MSTR), dem größten Unternehmensinhaber von Bitcoin weltweit.
Johnson argumentierte, dass Kryptowährungen auf "einer Versorgung neuer und leichtgläubiger Investoren" basieren, anstatt auf echtem Wert. Er verglich Bitcoin auch ungünstig mit Gold und sogar Pokémon-Karten und schrieb, dass Bitcoin "nur eine Reihe von Zahlen ist, die in einer Reihe von Computern gespeichert sind."
Johnson's Argument: Eine Dorfbetrugsstory
Johnson basierte seine Kolumne auf einer persönlichen Anekdote aus seinem Dorf in Oxfordshire. Seinem Bericht zufolge gab ein Rentner £500 an jemanden in einer Kneipe, der versprach, das Geld durch Bitcoin zu verdoppeln. Der Mann verbrachte dreieinhalb Jahre damit, Gebühren zu zahlen und zu versuchen, Geld abzuheben, und verlor letztendlich etwa £20,000 ($26,450).
Der ehemalige Premierminister stellte auch die Glaubwürdigkeit eines Systems in Frage, das von dem pseudonymen Gründer Satoshi Nakamoto geschaffen wurde: "Mit wem sprechen wir, wenn sie die Krypto entschlüsseln? Es gibt niemanden außer diesem Nakamoto, der vielleicht nicht realer ist als Pikachu oder Charmander selbst."
Saylor's Erwiderung: "Bitcoin hat keinen Emittenten"
Michael Saylor antwortete auf X mit einer klaren technischen Analyse, warum Bitcoin nicht als Ponzi-Schema qualifiziert:
"Ein Ponzi erfordert einen zentralen Betreiber, der Renditen verspricht und frühe Investoren mit Geldern aus späteren bezahlt. Bitcoin hat keinen Emittenten, keinen Promoter und keine garantierte Rendite - nur ein offenes, dezentrales Währungsnetzwerk, das von Code und Marktnachfrage angetrieben wird."
Saylors Unternehmen Strategy hält derzeit 738,731 BTC, was seine Antwort erhebliches Gewicht verleiht. Das Unternehmen hat weiterhin aggressiv Bitcoin gekauft und allein in der vergangenen Woche 17,994 BTC erworben.
Community Notes überprüfen Johnson
Auf X (ehemals Twitter) fügte die Community Notes-Funktion des Plattform Kontext zu Johnsons Beitrag hinzu. Die Notiz wies darauf hin, dass Ponzi-Schemata künstlich hohe Renditen mit fast keinem Risiko versprechen.
"Bitcoin hat keinen Emittenten und sein Wert wird rein durch den freien Markt bestimmt. Der Code ist völlig öffentlich und freiwillig. Niemand kann dich zwingen, eine bestimmte Version auszuführen," heißt es in der Community-Notiz.
BitMEX Research äußerte sich ebenfalls mit einer einfachen Antwort: "Niemand hat das Sagen."
Die Ponzi-Debatte: Fakten vs. Missverständnisse
Das Argument "Bitcoin ist ein Ponzi" taucht periodisch wieder auf, oft von Vertretern der traditionellen Finanzwelt oder Politikern. So vergleicht sich Bitcoin tatsächlich mit einem Ponzi-Schema:
| Merkmal | Ponzi-Schema | Bitcoin |
|---|---|---|
| Zentraler Betreiber | Ja, immer | Nein - vollständig dezentralisiert |
| Garantierte Renditen | Ja, versprochen | Nein - Preis wird durch den freien Markt festgelegt |
| Neues Geld zahlt alte Investoren | Ja, strukturell | Nein - Peer-to-Peer-Transaktionen |
| Transparenter Code | Nein - versteckte Operationen | Ja - 100% Open Source |
| Freiwillige Teilnahme | Oft unter Druck | Völlig freiwillig |
| Feste Versorgung | Nein | Ja - 21 Millionen Obergrenze |
Johnsons Geschichte über den Rentner, der Geld verlor, ist ein klassisches Beispiel für einen Krypto-Betrug, nicht für Bitcoin selbst. Die Unterscheidung ist entscheidend: Bitcoin das Protokoll ist offen und transparent, aber Betrüger verwenden häufig den Namen Bitcoin, um Menschen zu betrügen. Es ist wichtig, frühe Betrugssignale zu erkennen, um als Teilnehmer in diesem Bereich erfolgreich zu sein.
Was die Debatte für die Märkte bedeutet
Bitcoin wird derzeit bei etwa $71,000 gehandelt, was einem Anstieg von 4,2% in der Woche entspricht, trotz Johnsons Kommentaren und anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Die Nicht-Reaktion des Marktes auf das "Ponzi"-Label deutet darauf hin, dass die institutionelle Akzeptanz weit über den Punkt hinaus fortgeschritten ist, an dem politische Rhetorik die Preise beeinflussen kann.
Wichtige institutionelle Signale, die der Ponzi-Erzählung widersprechen:
- Strategy (MSTR) hält 738,731 BTC im Wert von über $52 Milliarden
- Bitcoin ETFs in den USA haben Milliarden an institutionellen Zuflüssen angezogen
- Die Federal Reserve hat Kraken kürzlich ein eingeschränktes Hauptkonto gewährt
- Mehrere US-Regulierungsbehörden öffnen Türen zur Krypto-Integration
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Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Machen Sie immer Ihre eigene Recherche, bevor Sie Investitionsentscheidungen treffen.