Gary Gensler unterstützt Staaten im Kampf um die Aufsicht über den Prognosemarkt
— By Tony Rabbit in Regulation

Der frühere SEC- und CFTC-Vorsitzende Gary Gensler hat sich in einem Streit über die Regulierung des Prognosemarktes auf die Seite der US-Bundesstaaten gestellt und damit die Bundesbehörde in Frage gestellt.
Der ehemalige SEC- und CFTC-Vorsitzende Gary Gensler hat sich zur laufenden Debatte über die Regulierung von Prognosemärkten geäußert und einen Amicus-Schriftsatz eingereicht, der die Aufsicht auf staatlicher Ebene unterstützt. Diese Position stellt ihn in Opposition zu Präsident Trump und der aktuellen Haltung zur Bundesautorität über diese sich entwickelnden Finanzinstrumente.
Gensler unterstützt staatliche Regulierung
In einem Amicus-Schriftsatz, der dem Berufungsgericht des Sechsten Bezirks vorgelegt wurde, argumentierte Gary Gensler, dass der Kongress der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) keine Autorität über landesweite Sportwetten erteilt habe, als sie 2010 den Dodd-Frank Act erließ. Diese am 12. Juni 2026 von CoinDesk und Decrypt gemeldete Einreichung konzentriert sich auf die rechtliche Auslegung der Bundesregulierung Befugnisse.
Genslers Argumentation besagt, dass Sportwettenverträge nicht mit der rechtlichen Definition eines Swaps übereinstimmen. Er vertritt daher die Auffassung, dass die bestehenden staatlichen Glücksspielgesetze weiterhin für diese Märkte gelten sollten.
Das Kernargument: „Lass es die Staaten machen“
Gensler fasste seine Position mit den Worten zusammen: „Lass es die Staaten machen.“ Er betonte, dass Bedenken wie das Glücksspiel unter Jugendlichen am besten auf staatlicher Ebene angegangen und verwaltet werden können, wo spezifische lokale Kontexte berücksichtigt werden können.
Diese Perspektive legt eine Bevorzugung einer dezentralen Regulierungsaufsicht nahe, die es einzelnen Staaten ermöglicht, Regeln an ihre einzigartige Bevölkerungsstruktur und gesellschaftliche Prioritäten anzupassen.

Gegensätzliche Ansichten zur Bundesbehörde
Genslers Haltung steht im direkten Gegensatz zu der von Präsident Trump. Der Präsident hat zuvor erklärt, dass die ausschließliche Autorität der CFTC über die Prognosemärkte beibehalten werden sollte, und plädiert für einen zentralisierten föderalen Ansatz.
Diese Divergenz verdeutlicht eine grundsätzliche Meinungsverschiedenheit innerhalb politischer Kreise in den USA hinsichtlich der geeigneten Regierungsebene zur Regulierung aufstrebender digitaler Märkte.
Wachstum der Prognosemärkte
Prognosemärkte, darunter Plattformen wie Kalshi und Polymarket, haben in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum erlebt. Diese Plattformen ermöglichen es Benutzern, über verschiedene reale Ereignisse zu spekulieren und so neue Möglichkeiten für Engagement und potenzielle finanzielle Aktivitäten zu schaffen.
Die zunehmende Beliebtheit dieser Märkte unterstreicht die Dringlichkeit der Klärung ihres Regulierungsstatus, eine Entwicklung, die DEXTools weiterhin verfolgen wird.
Implikationen für die Zukunft
Der Ausgang dieses Rechtsstreits könnte erhebliche Auswirkungen auf die operativen Rahmenbedingungen für Prognosemärkte in den Vereinigten Staaten haben. Eine Entscheidung zugunsten der staatlichen Autorität könnte zu einem Flickenteppich an Vorschriften in verschiedenen Gerichtsbarkeiten führen und möglicherweise den landesweiten Betrieb erschweren.
Umgekehrt würde eine erneute Bestätigung der Bundesautorität wahrscheinlich die Vorschriften im Zuständigkeitsbereich der CFTC vereinheitlichen. Anleger und Teilnehmer dieser Märkte sollten diese Entwicklungen genau beobachten, da regulatorische Klarheit die Marktstabilität und das Wachstum beeinflussen kann.
Dieser Artikel ist keine Finanzberatung. Die Informationen basieren auf Berichten von CoinDesk und Decrypt vom 12. Juni 2026.
Häufig gestellte Fragen
Wie ist Gary Genslers aktuelle Position zur Regulierung des Prognosemarktes?
Gary Gensler argumentiert, dass US-Bundesstaaten und nicht die CFTC die Prognosemärkte regulieren sollten, und erklärt, dass der Kongress der CFTC im Dodd-Frank-Gesetz keine Autorität über landesweite Sportwetten eingeräumt habe.
Warum glaubt Gensler, dass eine staatliche Regulierung angemessener ist?
Gensler ist der Ansicht, dass Sportwettenverträge nicht der rechtlichen Definition eines Swaps entsprechen und dass Bedenken wie Glücksspiele unter Jugendlichen am besten auf Landesebene behandelt werden, was maßgeschneiderte Ansätze ermöglicht.
Wie unterscheidet sich Genslers Ansicht von der von Präsident Trump?
Genslers Position bringt ihn in Konflikt mit Präsident Trump, der erklärt hat, dass die ausschließliche Autorität der CFTC über Prognosemärkte beibehalten werden sollte.
Welche Bedeutung hat das Dodd-Frank-Gesetz in diesem Streit?
In Genslers Schriftsatz wird argumentiert, dass das 2010 verabschiedete Dodd-Frank-Gesetz der CFTC keine Autorität über landesweite Sportwetten einräumte, die sich seiner Meinung nach von den Swaps unterscheidet, die es regulieren sollte.